⛵ Törn-Daten
SchiffSY Meta
ReiseAuszeit: Die große Ostseereise 2026
StartWassersportverein Burkana (Borkum, DE)  ·  2026-08-01T05:36:06.531Z Uhr
ZielDelfzijl  ·  2026-08-01T12:20:23.114Z Uhr
Datum08/01/2026
Strecke25.64 sm
CrewJörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew), Emil Schubert (Crew)

Zurück in der beinahe Heimat

Die Niederlande haben uns wieder: Es ging von Borkum aus die Ems hinauf, der Flutstrom schob kräftig – zeitweise hatten wir bis zu 8 Knoten über Grund auf der Logge. Dabei blies ein schwacher Wind von hinten, also endlich mal nicht Wind gegen Strom und die Sonne lachte vom Himmel. Das machte echt Spaß und gute Laune, selbst die Industriekulisse von Delfzijl konnte daran nichts ändern.

Der Weg durch die Seeschleuse ging fix, der Schleusenwärter wollte gerade die Klappbrücke vor der Schleuse schließen, als wir und ein Motorboot ankamen. Er stoppte und machte die Brücke nochmal auf, so dass wir ohne Wartezeit in die Schleuse einfahren konnten. Das ging mal gut los.

Die Glückssträhne hielt nicht lang: Nach ein paar Kilometern Kanalfahrt drehten wir gen Delfzijl Centrum und ganz kurz vor unserem Zielhafen, dem Vereinshafen der Wassersportvereinigung Abel Tasman, trafen wir dann auf eine geschlossene Klappbrücke: Mittagspause von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Solche Pausen gibt es an einigen Brücken, insbesondere in kleineren Orten, wie zum Beispiel Workum, wo wir uns gern mal rumtreiben. Aber 2 Stunden ist schon ungewöhnlich lang. Egal, da wir ungefähr um 12:15 Uhr an der Brücke ankamen, hatten wir eine ausreichend lange Siesta.

Pünktlich um 14:00 Uhr öffnete die Brücke und wir konnten die paar hundert Meter bis zum Hafen zurücklegen. Der Hafen selbst ist ein sehr gut gepflegtes Kleinod direkt am Kanal. Solide und vor allem ausreichend – nein perfekt – hohe Stege. Man muss keine Kletterpartie machen, um auf’s Schiff zu kommen, das verbleibende Freibord ist seniorengerecht und dennoch ausreichend um sicher zu liegen. Leider braucht man für alles Münzen und für Strom sogar andere als für die Duschen, aber Thomas, der mit seiner Compaan genau neben uns lag, half mit einer Strom-Münze aus.

Der Hafenmeister hatte erst um 18:30 Uhr “Sprechstunde”. Freundlich und amüsant, so könnte man das Einchecken beschreiben. Sehr saubere und gepflegte Sanitäranlagen rundeten den guten Eindruck des Hafens ab. Gerne wieder!

Delfzijl selbst ist leider nicht so prickelnd: Eine Freundin, die es einst der Liebe wegen nach Leer verschlagen hat, kam zu Besuch und wir machten uns zu dritt auf in die Stadt. Anders als viele andere niederländische Städte hat Delfzijl keinen hübsch historischen Stadtkern, sondern eher moderne Fassaden – sicher zweckmäßig, nicht immer schön, aber reichlich viele und gute Einkaufsmöglichkeiten. Der Weg in die Stadt führte in der Nähe des Hafens durch ein Quartier, das einen doch sehr verlassenen und abgerockten Eindruck machte. So als Résümé lässt sich vielleicht festhalten, dass man für Delfzijl selbst nicht unbedingt wiederkommen muss, es aber vielleicht dann doch tut, eben weil hier die Staande-Mast-Route ihr nördliches Ende hat.

Auch für Thomas, der ja bereits seit gestern hier weilte, war es ein schöner Tag. Man konnte es ihm ansehen und anmerken, dass er sich sehr darauf freute, “seine” Silke wiederzusehen. Abends gegen 20:30 Uhr hatte das Warten dann ein Ende. Silke und Freundin Elke kamen an und Thomas sprintete vermutlich in neuer, persönlicher Rekordzeit von Bord und zum Parkplatz.

Auf unserer Meta wurde es dadurch nun voller: Sohn Benedikt wechselte die schwimmende Unterkunft. Erstmals kommt dabei auch das Salon-Sofa zu einem Einsatz als Bett. Der Erstbesitzer unserer Yacht hatte die beiden Salonsofas verbreitern lassen, so dass eine etwa 80 cm breite Schlafstelle entstand. Nicht sehr lang, nur etwa 1,85 cm, aber dafür gut breit und offenbar gemütlich.


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2 Responses

  1. Glückwunsch und willkommen zurück in NL. Jetzt genießt die alte Kleinräumigkeit und die Kanäle der Staande Mastroute (die ich als sehr erholsam und idyllisch empfunden habe).
    Gute Weiterreise
    Manfred

  2. Danke Manfred!

    Es klingt verrückt, aber es fühlt sich tatsächlich ein wenig an wie nachhause kommen an. In Dänemark und Schweden kam ich mit den dortigen Landessprachen nicht wirklich klar. Lesen und verstehen ging zwar ganz oft, aber hören und etwas verstehen ging gar nicht. Besonders dänisch geht echt nicht so richtig in’s Ohr bei mir, es klingt schon fast chinesisch.

    Und plötzlich versteht man wieder beinahe alles. Es macht wieder Sinn, auch mal ein paar Brocken niederländisch zu sprechen (passierte mir in Dänemark und Schweden auch ab und an und dort war es sinnfrei :-)).

    Bis bald!

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