| Schiff | SY Meta |
| Reise | Auszeit: Die große Ostseereise 2026 |
| Start | Brunsbüttel · 2026-07-21T05:04:40.238Z Uhr |
| Ziel | Segler-Vereinigung Cuxhaven e.V. (Cuxhaven, DE) · 2026-07-21T09:21:53.387Z Uhr |
| Datum | 07/21/2026 |
| Strecke | 19.57 sm |
| Crew | Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew), Emil Schubert (Crew) |
Rumpelkurs
Wir hatten die Abfahrt für 08:00 Uhr geplant, denn um 07:56 Uhr sollte die Tide in Brunsbüttel ihren Höhepunkt erreichen. Wir wollten nur bis Cuxhaven, so dass die Abfahrtszeit ohnehin nicht so super wichtig war, denn talwärts dauert der Schlag von Brunsbüttel nach Cuxhaven kaum mehr als 3 Stunden. Für eine spätere Abfahrt hätte es also auch noch gereicht. Allerdings sollte der Wind später auffrischen und gegen uns wehen, was eine von Seglern (und auch Motoryachties) gefürchtete Wind gegen Strom-Situation ergäbe: Der Wind läuft gegen den Ebbstrom und türmt sehr hackige Wellen auf, über die das Schiff gern mal springt. Nicht wirklich schön, sehr unkomfortabel und echt langsam, weil das Boot sich in den steilen Wellen immer wieder mal festhackt.
Ganz vermeiden konnten wir diese Situation nicht, aber zumindest war die Fahrt bis auf die letzte halbe Stunde sehr angenehm und echt schnell. Zeitweise standen bei gesetzter Genua (Vorsegel) über 7 Knoten auf der Logge, einmal sogar 7,4. Erst kurz vor Cuxhaven macht die Unterelbe eine Wendung nach rechts, so dass wir dem Strom folgend in den Wind drehten und so diese Wind-gegen-Strom-Situation bei gut 4-5 Bft. bekamen. Es rumpelte ganz ordentlich, aber wir kamen dennoch sicher im Hafen der Segler-Vereinigung Cuxhaven e.V. an.
Wir haben die Abfahrt recht überstürzt um eine halbe Stunde vorgezogen, da um 07:30 Uhr noch ein Pulk Segler vor der kleinen Südschleuse lag und der Schleusenmeister um diese Zeit per Funk das “Go” gab. Eine halbe Stunde zu warten hätte keinen Vorteil gehabt, da man nicht fest davon ausgehen kann, dann wieder einen Schleusen-Time-Slot zu bekommen, so dass möglicherweise mehr als eine Stunde Wartezeit daraus geworden wäre. Blöd war allerdiings, dass wir gemeinsam mit einem Küstenmotorschiff in der Schleuse lagen und dieses Gerät seine Schraube nicht abstellen konnte oder wollte, so dass ein Propellerstrom die Segler doch erheblich bei der Vorbeifahrt und beim anlegen störte.
Nach der Ankunft in Cuxhaven war dann das Dingi am Start: Enkel Emil wollte gern eine Runde durch den Hafen drehen, natürlich mit Motor. Später dann ein kleiner Einkauf und danach dann gemeinsames Kochen für’s Abendessen. Ansonsten war nicht mehr viel geboten, die letzte Nacht in Brunsbüttel forderte ihren Tribut. Da die Schleuse 24/7 betrieben wird, war auch nachts reger Schiffsverkehr und damit reichlich Lärm.
Ach ja, noch ein kleiner Fun Fact: Gestern viel uns an der Liegestelle Brunsbüttel ein Schiff namens “Ijsvogel” auf, das uns irgendwie bekannt vorkam. Als wir dann das Heck sahen, auf dem der Herkunftsort “Warns” prangte, viel es Andrea als erster ein: Unser Box-Nachbar aus dem Hafen in Warns war auch in der Ostsee unterwegs.











Entdecke mehr von Meta Sailor
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
No responses yet