An diesem Wochenende ging es mit Gästen an Bord nach Enkhuizen. Die Überfahrt von Stavoren war eher merkwürdig: Anfangs wehte noch ein laues Windchen aus West. Die 8 bis 10 Knoten Wind langten, um mit etwa 4 Knoten gen Ziel zu gleiten. Nicht aufregend, aber ok.

Nach und nach wurde der Wind aber schlapper, anfangs waren wir dann noch 2,5-3 Knoten schnell – naja besser als stehen – aber das Stehen kam dann später auch. Andrea und Ihre Schwester Karola beschlossen, dieses nicht vorhandene Tempo zu nutzen und in’s Wasser zu gehen.

Den “Frauen-Power-Antrieb” benötigten wir aber nicht lang, ab 14 Uhr frischte der Wind wieder auf und wir kamen gegen 16:00 Uhr bei einem weiterhin zunehmenden 4er an. Die Vorhersage passte.

Am Abend dann der Grund für die Reise nach Enkhuizen: Der Skipper hatte sich nach zähem Ringen dazu bereiterklärt, seinen alten Freund Martin auf der 24uurs-Zeilrace Ende August zu begleiten. Die Crew besteht aus vier Personen: Magnus, Michael, Martin und Jörg, das Schiff die Bavaria 32 von Magnus.

Bei der Regatta geht es vor allem darum, innerhalb von 24 Stunden die größtmögliche Strecke zurückzulegen, wobei die Strecken vorgegeben sind. Das Ijssel- und Markermeer sowie die Waddenzee sind mögliche Fahrtgebiete, in denen die Crews die dort vorgegebenen Strecken nach ihrem Gusto wählen können. Es fahren also nicht alle Teilnehmer die gleiche Strecke, sondern viele unterschiedliche und am Ende werden die Seemeilen addiert. Es gibt weitere Einschränkungen und auch Bootsklassen, um die Wettfahrt gerecht zu machen. Einfach mal die Seiten des 24uurs-Zeilrace ansehen. Auch wichtig: Die Wettfahrt endet für alle auf einer Party in Medemblick…

Nun ja: Am Freitag Abend stand die erste Testfahrt an: Abfahrt 21 Uhr und ab in die Dunkelheit. Es war noch recht windig, so 4-5 Bft., aber angenehm. Und die Fahrt unter Segeln auf dem Ijsselmeer in der eigentlich einigermaßen vertrauten Bucht vor Enkhuizen zumindest für mich eine neue, spannende Erfahrung. Es hat Spaß gemacht.

Nach diesem ersten Eindruck steigt die Spannung und die Vorfreude auf die eigentliche Wettfahrt. Hoffentlich spielt das Wetter mit!


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