Noch ist der Urlaub nicht ganz vorbei, aber dennoch hier eine kleine Zusammenfassung.

Die Abreise war am 26.04.2025 ziemlich entspannt am Abend. Andrea musste noch arbeiten und der Skipper nutzte den Samstag für einige Stunden auf dem Rasentraktor. Dabei vergaß er aber, seinem Elektroauto Futter zu geben, was ein Grund für die späte Abreise war.

Der zweite Grund, oder besser der Lückenfüller für die gewonnene Zeit bis Akku voll, war dann das Bundesligaspiel des BVB in Hoffenheim. Gewonnen, einem fröhlichen Wochenende stand somit nichts mehr im Wege.

Der wesentliche Vorteil der späteren Abfahrtzeit ist, dass ab 19 Uhr die Autobahnen in den Niederlanden mit bis zu 130 km/h befahren werden dürfen, wenn keine sonstige Geschwindigkeitsbegrenzung besteht. Dieses Gefühl eines zügig rollenden Autos anstelle des doch recht öden Tempo 100 zu den üblichen Tageszeiten ist unbeschreiblich erleichternd.

Am Montag darauf ging es dann mit zwei Schiffen über die Kanäle in Richtung Workum. Die Alternative über das Ijsselmeer meidet der ortskundige Segler bei Sonne und Windstille nur zu gern: Billionen von Müggen – das sind kleine Fliegen, den hiesigen Stechmücken nicht unähnlich, aber völlig harmlos – machen sich bei solchem Wetter auf dem riesigen Binnensee breit und setzen sich bevorzugt auf weiße Segel und Segelyachten, um dann dort das zeitliche zu segnen. Wohlgemerkt nicht in geringen Stückzahlen, sondern in Kohortenstärke. Dem angeekelten Schiffseigner bleibt nur durchhalten und – nach Ankunft im Hafen – das Schiff zu schrubben. Das will keiner…

Da auch der nächste Tag kein anderes Wetter brachte, blieben wir einfach etwas länger im beschaulichen Workum. Man hält es dort sehr gut aus.

Am Mittwoch ging es dann zurück in Richtung Heimathafen mit einem nächtlichen Zwischenstopp auf der Marrekriteinsel “Nieuwe Kruispolle”. Die Marrekrite ist ein Verein, der sich der Tourismusförderung vor allem in Friesland widmet. Für Bootsfahrer stellt die Marrekrite inzwischen hunderte von wunderschönen Anlegeplätzen bereit, immer inmitten der Natur.

Leider war die Insel, die zu unseren Favorites gehört, mit der neuen Meta nur mit gehörig Gänsehaut zu erreichen: 1,50 m Tiefgang sind nicht zu wenig. Der Tiefenmesser zeigte eigentlich auf dem ganzen Weg in den wunderschönen Naturhafen eine fette “0” an, was bedeutet, dass die berühmte handbreit Wasser unter dem Kiel eher nicht vorhanden war. Aber da unten sind vor allem Schlamm und Pflanzenreste, so dass man auch schlickrutschend an’s Ziel kommen kann.

Am nächsten Tag zurück in den Heimathafen. Kurz davor wollten wir rechts ran und im Hafen “Marina Warns” mal die Speisekarte für den Abend studieren und bumms passierte es wieder: In der Karte sollte das Wasser vor der Kade 2,40 bis 3,40 m tief sein, die plötzliche Bremsung unserer Meta bewies, dass die Karte an dieser Stelle nicht die Wahrheit sprach.

Da aus eigener Kraft wieder rauszukommen war nicht ganz einfach, der Diesel musste ganz schön ackern.

Angesichts dieses Erlebnisses hatten wir dann keine Lust mehr auf Marina Warns und wir landeten wieder im “Greate Pier”, dem Hafenrestaurant des Yachhafens “De Stormvogel” in Warns. Der Smutje Pattrick hat wieder einmal alles gegeben und eine tolle Fischsuppe und ein großartiges Rotbarschfilet gezaubert. Natürlich gab’s nicht nur das, alle am Tisch fanden ihr Gericht – schmackhaft und in herausragender Qualität. Immer eine Empfehlung der Besuch bei Marjet im “Greate Pier”.


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