| Schiff | SY Meta |
| Reise | Auszeit: Die große Ostseereise 2026 |
| Start | Garnwerd · 2026-08-05T05:10:43.666Z Uhr |
| Ziel | Haven Burdaard – Mounehiem (Burdaard, NL) · 2026-08-05T16:11:06.486Z Uhr |
| Datum | 08/05/2026 |
| Strecke | 31.45 sm |
| Crew | Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew), Emil Schubert (Crew), Benedikt Schubert (Crew) |
Windige Motortour
Heute wollten wir einen großen Schritt in Richtung Heimathafen machen. Dazu mussten wir über das Lauwersmeer und dann nach Dokkum. Von dort ging es nach Burdaat-Mounehiem, wo wir schon auf dem Hinweg pausiert hatten.
Zwischendurch mussten wir einkaufen, es fehlten ein paar Lebensmittel. Daher hielten wir in Zoutkamp, einem kleinen Festungsort in der Nähe des Lauwersmeeres. Dort gab es einen kleinen “Tante Emma”-Laden und etwas weiter einen Yachthafen, bei dem wir tanken konnten. Das alles bei ziemlich heftigem Wind, teilweise bis 7 Bft., es war also nicht ganz einfach anzulegen und wieder abzulegen. Aber mit einer 4-köpfigen Crew ist manches deutlich einfacher als zu zweit.
Ein weiterer Stopp stand dann in Dokkum an. Eigentlich hatten wir entschieden, unsere Fahrt dort für den Tag zu beenden und uns Dokkum noch anzusehen. Nur leider ist Hauptsaison. Dort wo wir im Frühjahr noch problemlos an der Kade anlegen konnten, war nun Päckchenliegen angesagt. Wir haben für den kurzen Stopp also nur mal eben und völlig illegal eine freie Box im Stadthafen okkupiert, damit Benedikt für seine Besorgung aussteigen konnte. Wir bekamen auch sogleich eine freundliche Ermahnung, dass diese Box kein Platz für “Passanten” sei – das sind solche Gäste wie wir, die schnell weiterreisen. Wir konnten den Mahner aber beruhigen und ihm versichern, nur wenige Minuten zu bleiben.
Auch erwähnenswert: Der Kanal in Richtung Dokkum ist sehr schmal. Gleich die erste Brücke ging nicht schnell genug auf, wir mussten anhalten und der Wind schlug zu: Eine Windböe von knapp 30 Knoten Wind leicht schräg von Steuerbord voraus traf unsere Meta und der Skipper hatte nicht mehr genug Raum, diese Böe durch Flucht nach vorn zu entschärfen. Wir schlugen also quer, ohne dass wir etwas tun konnten. Die Kanalbreite reichte mit Windunterstützung gerade perfekt für eine 180°-Drehung, nur zurück gegen den Wind ging es nimmer. Wir nahmen die nun offene Brücke also im Rückwärtsgang und drehten ein paar hundert Meter später an einer etwas breiteren Stelle. Das hat für Zuschauer sicher irgendwie lustig ausgesehen, für uns war es eher eine unbenötigte Stresssituation.
Übernachtet haben wir dann im Hafen von Burdaard-Mounehiem. Ein hübscher und ruhiger kleiner Hafen mit sauberen Sanitäranlagen. Einziger Nachteil: Bereits bei der Einfahrt wird eine Wassertiefe von 1,50 m angekündigt und genau so viel Tiefgang hat unsere Meta. Also war mal wieder “Schlickrutschen” angesagt, was aber kein größeres Problem ist – in Friesland sind Felsen deutlich seltener als in Schweden :-).






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