| Schiff | SY Meta |
| Reise | Auszeit: Die große Ostseereise 2026 |
| Start | Gislövs Läge · 2026-06-08T07:47:45.716Z Uhr |
| Ziel | Ystad · 2026-06-08T19:48:44.747Z Uhr |
| Datum | 06/08/2026 |
| Strecke | 22.48 sm |
| Crew | Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew) |
Ein Hund auf Abwegen
Eigentlich wollten wir heute etwas später loslegen – so gegen 11:00 Uhr, denn der Weg war nicht sehr weit- nur knapp 23 Seemeilen. Ok, Thomas war schon um 10:00 Uhr startklar, aber wir wollten beide Schiffe auch noch betanken. Bei Schiffen gilt hinsichtlich Tanken: “Besser haben als brauchen!”. Nicht jeder Hafen hat eine Tankstelle und wer schon mal einen 20 Liter Kanister über einen Kilometer schleppen musste, kann das Motto sicher gut verstehen.
Nun ja, so ganz nach Plan lief die Aktion nicht: Thomas legte an der Tankstelle an und seine beiden vierbeinigen Crewmitglieder nutzten die Gelegenheit zur Flucht. Fanny ließ sich noch stoppen, Paddy war weg.
Beeindruckend war, wie bereitwillig und engagiert einheimische Passanten bei der Suche unterstützten. Sogar auf einer eigenen Facebook-Seite sollte der vermisste Hund inseriert werden. Vielen Dank an die Helfer!

Nach gut einer Stunde war dann der Hund wieder da und weit gekommen war er auf seiner Flucht nicht. Andrea hatte sich in der Nähe des Schiffs postiert, um den Ausreißer in Empfang zu nehmen, falls er denn von selbst zurückkehren würde. Dort hörte sie Wimmern und leises Bellen. Erst war der verbliebene Vierbeiner in Verdacht, aber die Geräusche kamen aus einer anderen Richtung. Dort stehen einige Hütten, allerdings ohne Fundament, sondern wie Mobilheime direkt auf dem Boden. Paddy hatte es unter eine solche Hütte geschafft und kam nicht mehr raus. Ein hilfsbereiter Schwede nahm kurzerhand eine Verblendung am Boden der Hütte ab und schaffte es so, den Hund wieder zu befreien.
Nach dieser gut einstündigen Zwangspause und dem anschließenden Auftanken ging es dann bei herrlichem Wetter gen Wallander-Stadt Ystad. Südwestlicher Wind – anfangs mit 4 Bft. – sorgte für genügend Vortrieb nur mit der Genua (Vorsegel). Gegen Nachmittag ließ der Wind dann nach und kurz vor Schluss musste auch wieder der Diesel ran.
Der Hafen ist sehr stadtnah, gefühlt führt die Eisenbahnlinie knapp hinter’m Cockpit entlang. Aber schön ist es dennoch. Und richtig cool war es auch, Doris und Bernd wieder zu treffen, die wir schon aus Roedvig und Vordingborg kannten. Nach einem Anlegerchen ging es dann in’s örtliche Hafenrestaurant.






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