| Schiff | SY Meta |
| Reise | Auszeit: Die große Ostseereise 2026 |
| Start | Klintholm · 2026-07-10T07:18:10.548Z Uhr |
| Ziel | Stubbeköbing · 2026-07-10T12:39:54.530Z Uhr |
| Datum | 07/10/2026 |
| Strecke | 20.1 sm |
| Crew | Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew) |
Inselhopping mit Genakkerwind
Heute ging es von Klintholm Hamn nach Stubbeköbing, ein kleiner Ort auf der Insel Falster. Der Wind hatte morgens auf Nord gedreht, ganz gut für uns, wenngleich er doch ziemlich schlapp blies. Um das laue Lüftchen dennoch einigermaßen gut zu nutzen, haben wir zum Genakker gegriffen. Es sieht immer wieder schön aus, wenn eine Segelyacht diese großen, meist sehr bunten Segel setzt. Auch unseres ist auffallend bunt – regenbogenfarben.
Gegen Mittag ließ der Wind dann so sehr nach, dass es nur noch per Maschine weiter ging. Zu den steigenden Temperaturen kam dann noch als besonderes Highlight eine Armee aus Millionen kleiner Fliegen hinzu, die sich aus dem Wasser erhoben und das Boot belagerten. So viele Hände hat man gar nicht, um sich dieser Viecher zu erwehren.
Naja, auch dieser Weg hatte ein Ende und wir kamen in Stubbeköbing an. Ein netter, aber doch recht teurer Hafen (ca. 40,- EUR pro Tag). Zu viel, für die gebotene Leistung. Die Stadt Stubbeköbing scheint sich auf einem absteigenden Ast zu befinden: Auffällig war der hohe Anteil an Leerstand bei Ladenlokalen. Erschreckend…
Toll ist die Museumsfähre, die hier noch im Regelbetrieb zwischen Stubbeköbing auf Falster und der Insel Bogö läuft. Es handelt sich um eine Fähre aus Holz, die von einem Langsamläufer – also einem Dieselmotor mit sehr niedrigem Drehzahlniveau – betrieben wird, was sich ziemlich gut anhört. Schön ist auch der Name: Ida. Auch wenn das Schiff so rein gar nichts mit unserer gleichnamigen Enkelin zu tun hat, wir vermissen sie trotzdem – genau wie die anderen drei Emil, Anton und Oskar!

Am Samstag soll es dann weitergehen nach Femö, einer Insel im Smålandsfarvandet (Smålandsfahrwasser). Es handelt sich um ein Seitengewässer des Großen Belts in Dänemark, das zwischen den Inseln Sjælland, Lolland, Falster und Møn liegt. Das Fahrwasser verbindet den Großen Belt mit der eigentlichen Ostsee. Wir sind auch auf dem Hinweg in dieser Region unterwegs gewesen, damals hatten wir die Insel Omö und Vordingborg besucht. Das Fahrwasser hat den Vorteil, unsere Etappen in kleinere Schläge aufteilen zu können, weil hier einfach mehr Häfen erreichbar sind. Segeln ist zwar in den teilweise engen Fahrwassern kaum möglich, aber da ohnehin sehr wenig Wind angesagt ist, passt das.
Unser Ziel ist es, bis zum Ende kommender Woche Kiel zu erreichen und dann auch die Ostsee zu verlassen.




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2 Responses
Super tolles Bild mit dem Regenbogensegel. Sehr schön sieht das aus. Könnt Ihr auch Drohnenbilder machen?
Moin Ulli,
danke, schön, dass Dir das Bild gefällt. Im Prinzip könnten wir schon Drohnenbilder machen und wir nutzen die Drohne auch viel zu wenig. Während der Fahrt ist es mir allerdings zu riskant, ich bin echt kein geübter Drohnenpilot. Gerade bei Aufnahmen vom fahrenden Schiff hätte ich Angst, die doch recht teure Drohne zu versenken. Wanten, Segel und Falle sind halt Hindernisse, an denen man erstmal vorbeikommen muss :-). Dazu kommt, dass ich nicht genau weiß, ob das Drohenfliegen hier legal ist.