| Schiff | SY Meta |
| Reise | Auszeit: Die große Ostseereise 2026 |
| Start | Yachthafen Marstal (Marstal, DK) · 2026-05-31T08:00:39.982Z Uhr |
| Ziel | Rudköbing (DK) · 2026-05-31T11:09:08.064Z Uhr |
| Datum | 05/31/2026 |
| Strecke | 11,1 sm |
| Crew | Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew) |
Fast wie daheim am Ijsselmeer…
Es ging einen kurzen Schlag zur nächsten Insel: Langeland, der Hafen Rudköbing war unser nächstes Ziel und nur ca. 11 sm entfernt. War auch besser so, denn es blies fast kein Wind, die Maschine musste wieder einmal den Job übernehmen. Segeln wäre allerdings auf dem engen Fahrwasser ohnehin nicht spaßig gewesen und die Gemeinsamkeit mit dem Ijsselmeer bei schwachem Wind macht einem Skipper ohnehin zu schaffen: Auch hier gibt es Müggen! Sehen jedenfalls ähnlich aus und sind exakt genau so dämlich. Für den Nichtkenner: Müggen kommen auf dem Ijsselmeer vor. Es sind Fluginsekten, die Mücken sehr ähnlich sehen, aber nicht stechen und nur bei schwachem Wind oder Windstille bemerkbar sind, denn sie setzen sich nun mal gern auf Boote. Kann man als Skipper eigentlich nachvollziehen, macht uns ja auch Spaß.
Aber diese Müggen haben genau zwei Nachteile: erstens bringen sie ihre Kumpels und Familie mit und lungern dann zu tausenden auf dem Boot rum. Und die zweite miese Eigenschaft verhagelt dem Bootseigner dann komplett die Petersilie. Diese Müggen haben eine gewisse Todessehnsucht, quasi Bootfahren als letzter, mortaler Akt. Viele dieser Müggen sterben einfach so. Andere bleiben sitzen, auch dann, wenn sich ein Fuß oder Segel von oben nähert. Dieses stoische Verhalten führt dazu, dass das Schiff nach kurzer Zeit von breit getretenen Insektenleichen übersäht ist und die Segel ebenfalls bunt gesprenkelt sind. DAS will man nicht, das ist ekelig!
Nun ja, die hiesigen Biester sind da nicht groß anders, glücklicherweise waren es aber nicht ganz so viele wie auf dem Ijsselmeer. Es genügte, beim Wassertank nachfüllen den Wasserschlauch mal über’s Boot streifen zu lassen und so Salz und Insektenleichen abzuspülen.
Ok, was gab es sonst noch? Rudköbing zeigt sich bei der Ankunft erstmal von der rustikalen Seite. Der Yachthafen liegt ganz in der Nähe eines etwas heruntergekommenen Hafengebietes, das man auf dem Weg zum Ortskern passieren muss. Nicht schön und wenig verheißungsvoll. Dann aber, sobald man den Ortskern erreicht, wandelt sich das Bild. Ein pittoreskes Örtchen mit vielen alten, meist liebevoll gepflegten Häusern und Häuschen, einer netten Fußgängerzone und allerlei Geschäften. Nur schade, dass es Sonntag war und so ziemlich alle Läden geschlossen waren. Bis auf die beiden Supermärkte Netto und Brugsen. So konnte Andrea die Zutaten für eine leckere Erbsensuppe kaufen, die es dann am Ende der heutigen Etappe, hoffentlich auf der Insel Omö, geben soll. Fertig ist sie bereits und sie duftete schon prima!

Auf dem Rückweg schnell noch einen Imbiss eingeworfen: Pölser, eine Art Hotdog, nur mit einer Brat- statt Brühwurst. Obwohl wir vorab vor den dänischen Bratwürsten gewarnt wurden, das Ding war lecker.
















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