⛵ Törn-Daten
Schiff SY Meta
Reise Auszeit: Die große Ostseereise 2026
Start Sportboothafen Norderney (Norderney, DE)  ·  2026-05-21T04:59:29.395Z Uhr
Ziel Hafen Wangerooge  ·  2026-05-21T12:41:17.609Z Uhr
Datum 05/21/2026
Crew Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew)

Gemütliche Motorfahrt vor dem Wind

Segeln wäre zu langsam gewesen, weil wir zur halben Tiede an der Einfahrt nach Wangerooge sein mussten, damit die Tiefen passen und wir mit schiebendem Strom in den Hafen einlaufen konnten. Segl plus Motor ging auch nicht, weil der Wind eher schwach war und das Segel dann schlug. Also Knatterdiesel…

Die Reise bis zur Anfahrt nach Wangerooge war eher ereignislos: Das am vorgestrigen Abend noch so herausfordernde Fahrwasser war bei Sonnenschein nur halb so wild. Dank der Unterstützung durch Guard-Vessels an der Baustelle im Dove-Fahrwasser war die Abfahrt wenig spektakulär. Die Ansage war: Bis Tonne D4 und dann abbiegen und zwischen einem Schlepper und dem Guard Vessel hindurch. Nun ja, hat gut geklappt. Dank an die Guards!

Dann kam die Passage zum Hafen Wangerooge: Der Hafenmeister, den Thomas telefonisch kontaktiert hatte, sagte an, dass bei halber Tiede die Passage problemlos möglich sei. Ab der Tonne H4 befindet sich ein Wattenhoch, das sogar bei Ebbe trocken fällt. Wir waren gegen 13:35 Uhr vor Ort, um 16:00 Uhr sollte die Flut ihren Höchststand erreicht haben – mithin waren wir ziemlich genau zu halben Tiede dort. Und siehe da, der Hafenmeister hatte Recht. Die Tonne H4 hatte 4,30 m Wassertiefe, die H9 nur 3,10 m.

Tricky ist aber die Hafeneinfahrt. Dort ist ein Prickenpfad ausgesteckt, den man erstmal erkennen muss. Thomas fuhr voraus und schlug plötzlich einen Haken. Wer den Film “Jagd auf roter Oktober” kennt, das Manöver erinnerte ein wenig an den “Irren Iwan”, als das U-Boot “Roter Oktober” unvermittelt einen Haken schlug, wir fühlten uns – nicht zum ersten Mal – daran erinnert. Gleich danach schlug er sich buchstäblich in die Büsche und bog in den Prickenpfand ein. Kurz danach kam per Funk die Aufforderung, es ihm gleich zu tun – und das war gut so. Obwohl die Hafeneinfahrt vor den Pricken zum greifen nah war und alles so aussah, als ob man einfach nur geradeaus fahren müsste, war diese einfache Route trügerisch: Die Wassertiefe sank auf dem geraden Weg rasant, nur der Prickenweg führt zum Ziel.

Doch Vorsicht: um 14:20 Uhr, also 100 Minuten vor Hochwasser, betrug die Wassertiefe über dem Drempel in das Hafenbecken nur 1,60 m – also für uns 10 cm Wasser unterm Kiel!

Wangerooge scheint eine hübsche Insel zu sein. Wir sind zu Fuß zum Westufer gelaufen, wo sich eine Jugendherberge befindet. Die angeschlossene Gastronomie bietet preisgünstige Snacks und Getränke. Man sitzt sehr gut auf der Außenterrasse, direkt im Schatten des historischen Westturms. Für eine Reise in das Inseldorf fehlte leider die Zeit. Hier kann man mit der Inselbahn hin- und zurück fahren, jedenfalls solange noch Fähren fahren. Diese fahren aber gezeitenabhängig und wir wollten nicht riskieren, nicht mehr zurückfahren zu können und dann die gut 5 km laufen zu müssen.

Heute übrigens erstmal ohne Bilder: Aktuell gibt es arge Netzprobleme, die Bilder reiche ich nach.


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3 Responses

  1. Moin, Mutti und ich sind vom 8.6. bis zum 12.6. auf Wangerooge. Werde berichten wie ich die Insel finde. Ein wunderschönes Pfingstwochenende wünsche ich euch

    • Alles tolle Berichte, Jörg! Das Manöver in „Roter Oktober“ heißt in der deutschen Übersetzung übrigens „Irrer Iwan“ (Crazy Ivan im Original) – hab den Film bestimmt 25 Mal gesehen .

      Lese mich mit Freude durch Euren Blog – liebe Grüße an alle!

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