15.06.2025 – Auf geht’s

Unsere Meta ist wieder besiedelt: Ab heute, dem 15.06.2025, werden wir für knapp 3 Wochen wieder in der Gegend unterwegs sein. Die grobe Planung geht in Richtung Süd-Holland und nördliches Zeeland, über Ijsselmeer, Markermeer und dann einige Kanäle über Haarlem in Richtung Haringsvliet.

Inzwischen ist die erste Urlaubswoche vergangen. Daher eine kurze Rückschau auf die vergangenen Tage:

Zunächst ging es am Montag (16.06.) nach Enkhuizen. Ein wirklich schöner Segeltag bei kräftigem Nord-West. Rauschefahrt von der schönsten Sorte, so macht segeln richtig Spaß.

Am Dienstag haben wir Freunde an Bord genommen, denn wir hatten eine traurige Aufgabe zu erfüllen: Unsere liebe Segelfreundin Rita ist im März verstorben und nun sollte die Seebestattung stattfinden.

Es ging in das Markermeer zu den Marker Wadden, einem Ort, an dem wir alle gemeinsam einen wundervollen Abend verbrachten. Vor den Marker Wadden fand dann die Beisetzung der Urne auf See statt. Ein sehr ergreifender Moment an einem sonnigen Tag vor den schönen Inseln der Wadden. Wir hoffen sehr, dass Rita mit der Wahl des Ortes zufrieden gewesen wäre…

Von den Marker Wadden ging es zurück nach Enkhuizen, die Freunde wieder absetzen und bei einem gemeinsamen Barbequeue den Abend beschließen.

Am nächsten Tag dann weiter nach Almere: Beim Yachtausrüster George Kniest im Hafen Muiderzand noch ein paar Besorgungen machen. Der Hafen ist groß, das Ambiente etwas fremd: Statt niederländischer Idylle vorwiegend Betonklötze als Skyline, aber das japanische Restaurant “RamenRamen” entschädigte für den Betongigantismus. Neben George Kniest ein weiterer Grund unbedingt nochmal zurückzukehren nach Almere Muiderzand.

George Kniest ist auf jeden Fall empfehlenswert: Eine umfassende Auswahl, sehr kompetente, engagierte und freundliche Beratung und dazu vergleichsweise günstige Preise.

Am Freitag ging es dann unter Motor den kurzen Schlag nach Amsterdam. Ankunft bei heißen 27° im Aeolus-Hafen in Amsterdam. Ein knuffiger kleiner Hafen mit zivilen Preisen und tollem, wenngleich eigenartigem Ambiente. Einziger Nachteil: Durch die zentrale Lage mitten in der Metropole ist er nicht wirklich leise…. man hat halt das pralle Leben rundum.

Eigentlich sollte es am heutigen Samstag dann nach Haarlem gehen, die Stande Mast-Route entlang in Richtung Willemsstad. Leider war die Brücke am Eingang zum Kanal nach Haarlem dauerhaft geschlossen, so dass wir umplanen mussten.

Es ging also zunächst weiter in Richtung Ijmuiden. In der Schleuse wies dann eine Anzeigetafel darauf hin, dass der Weg in Richtung Süden nicht genommen werden konnte. Wir fanden heraus, dass der anstehende NATO-Gipfel in Den Haag dazu führte, dass es umfassende Sperrungen gab.

Also soll es nun morgen in Richtung Nord-Ost gehen, die Nordseeinseln Texel und Vlieland sind auch eine prima Adresse.

21.06.2025 – Nun ja, das Wetter…

Nachdem wir in der ersten Woche doch sehr von der Sonne verwöhnt wurden und – manchmal auch zu unserem Leidwesen – sich der Wind rar machte, kommt es nun ab Sonntag anders. Schon morgens konnten wir dunkle Wolken über der Nordsee sehen, als wir uns in Ijmuiden zur Abfahrt klar machten.

Der Wind wurde kräftiger, aber die vorhergesagten 4-5 Bft. waren noch kein Grund, die Reisepläne zu ändern. Die Wolken machten uns aber doch Sorgen, also ein erneuter Blick in die Windy-App. Nun war da für den Küstenstrich zwischen Ijmuiden und den Inseln von Gewittern die Rede, die sich ab dem Mittag ausbreiten sollten.

Wir haben schon einmal – auch vor Ijmuiden – ein Gewitter auf See erlebt. Wind und heftiger Regen inmitten der Berufsschiffahrt waren damals die Begleitumstände, dazu Blitze, die auch mal in ca. 200 m Entfernung in die See einschlugen. Wer das einmal erlebt hat, kann auch gut auf ein zweites Mal verzichten, schätze ich. Zumindest dann, wenn man es vermeiden kann.

Da die ca. 38 sm lange Strecke von Ijmuiden nach Oudeschild auf Texel keinen Ausweichhafen bietet, haben wir uns dazu entschieden, wieder in den Nordzee-Kanal einzuschleusen und nach Amsterdam zurückzukehren. Nun liegen wir also im berühmten Six-Hafen und wettern hier ab.

Der Montag-Morgen hatte Böen bis über 30 kts. im Gepäck, also auch keine Einladung den Hafen zu verlassen. Bei solchen Windböen auf dem Nordzee-Kanal zwischen den Berufsschiffen herum zu taumeln und dabei mindestens die Hälfte der Motorleistung für den Kampf gegen die Windböen aufzuwenden, sind keine tollen Aussichten. Schleusenmanöver mit mindestens 6 Bft. Seitenwind ebenso wenig.

Also bleiben wir im sicheren Six-Hafen und chillen ein bischen…

22.06.2025 – Und wieder mal das Wetter…

Nach dem gestrigen Hafentag sollte es dann am heutigen Dienstag weitergehen. Es blies bereits am Morgen ein kerniges Windchen, aber angesagt waren 4 Bft., allerdings mit Böen bis 7 Bft.

Zunächst auf dem Ij-Kanal (Nordzee-Kanal) war alles noch ganz easy, allein das Anlegen in der Wartezone vor der Oranje-Sluis gab einen kleinen Vorgeschmack auf das was kommen sollte. Der Seitenwind drückte uns vom Steg weg, aber da wir hinten bereits fest waren, half die Maschine, das Problem zu beheben.

Als es dann raus auf’s Markermeer ging, wurde sofort das Vorsegel rausgeholt und die Maschine hatte Pause. Normalerweise ist das für jeden Segler ein besonderer Moment: Der knatternde Diesel ist aus, es wird leiser. Heute eher nicht: Der Wind pfiff sein Lied durch die Wanten und nach kurzer Zeit haben wir sicherheitshalber das Vorsegel deutlich gerefft.

Hintergrund: Achterlicher Wind, also “Rückenwind”, ist für Radfahrer ‘ne Wucht, für Segler eher Quälerei: Das Boot reitet die Wellen ab, schlingert und torkelt im Wellental und kann auch schonmal quer schlagen. Dabei wäre dann zu viel Segel gefährlich, weil der Wind mit einem Schlag angreift und das Schiff in Schräglage (Krängung) versetzt. Daher das Reff, also die Verkleinerung der Segelfläche…

Vor der Insel Marken und ihrem Wahrzeichen, dem “Witte paard van Marken” (Leuchtturm) zeigte der Windmesser dann erstmals 30 Knoten, rund 56 km/h oder Windstärke 7 (Bft.).

Im Verlauf wurden die Böen heftiger, die stärkste Böe war 43 Kts. schnell, was Windstärke 9 – also Sturmstärke – in Beaufort entspricht. Man sagt, ab Windstärke 6 hört beim Segeln der Spaß langsam auf und es beginnt in Arbeit umzuschlagen.

Eigentlich wollten wir heute nach Enkhuizen. Das hätte aber bedeutet, durch das “Naviduct Krabbersgat” – eine Schleuse zwischen Marker- und Ijsselmeer bei Enkhuizen – zu müssen. Da sich diese Schleuse in ziemlich exponierter Lage befindet, drohte ein Anlegemanöver in der Schleuse bei 6 Bft., sowas kann locker mal schiefgehen.

Daher sind wir ausgewichen. Erst überlegten wir den Hafen der Insel Marken oder Volendam. Aber beide Alternativen waren dem Skipper nicht sicher genug: Wir hätten stark anluven müssen um dort hin zu gelangen, wahrscheinlich hätte es sogar nur mit Maschine funktioniert. Gegen die Wellen mit dem Motor anzustampfen ist kein Spaß. Zudem verheißen beide Häfen nur bedingten Windschutz bei Westwindlage und mit 4 Knoten Fahrt in eine Box zu rauschen will man sich auch nicht vorstellen.

Also war Hoorn die Alternative der Wahl. Zwar ein gutes Stück weit entfernt, aber mit ausreichend Windschutz im WSV Hafen, so dass das Anlegen überhaupt kein Problem war. Wenn man dann so fest liegt, kann man sich kaum noch vorstellen, dass bis eben noch alles ziemlich aufregend war…

Nun ja, das “Anlegerchen” war heute ausnahmsweise mal ein wenig kräftiger, der heutige Segeltag war es ja auch!

25.06.2025 – Wetter?

Nein, diesmal spielt das Wetter nicht die Hauptrolle. Denn heute war herrliches segeln angesagt: Eine feine, gut temperierte Backstagsbrise trug uns nicht allzu schnell, aber zuverlässig von Hoorn nach Enkhuizen. Der Autopilot machte den größten Teil der Rudergängeraufgaben, so dass der Skipper zum Deckschrubben eingeteilt werden konnte. Ab und an mal nach vorn schauen und dann weiter die Bürste schwingen.

In Enkhuizen haben wir Freunde getroffen und anschließend hat sich der Skipper einen neuen Haarschnitt gegönnt, wobei die Frisur völlig gleich blieb, 9 mm Haarlänge lässt halt nur wenig Varianten zu.

26.06.2025 – Und doch mal wieder Wetter…

Nachdem der gestrige Abend ohne Übertreibung der Kategorie “Lauer Sommerabend” zugeordnet werden konnte, hat sich über Nacht die Wetterlage vollkommen gedreht. Ok, kalt ist es weiterhin nicht, aber auch warmer Regen ist halt Regen. Am frühen Nachmittag soll der Regen langsam aufhören, dafür aber der Wind stark zunehmen. Nach dem Erlebnis wenige Tage zuvor (siehe oben) steht keinem von uns der Sinn nach erneuter Starkwindfahrt. Also ist Hafentag angesagt.

Gammeln, putzen, Blog schreiben sind dann so die Beschäftigungen… auch mal nicht verkehrt. So das Wetter dann mitspielt, soll es morgen weiter gehen: Makkum steht als Ziel bereits fest und vielleicht am Samstag der Sprung auf eine der Watteninseln…

27.06.2025 – Auf zur Waddenzee

Heute ging es von Enkhuizen nach Makkum: Ein Schlag von rund 25 sm, der uns direkt an den Abschlussdeich brachte. Perfekt für den morgigen Sprung auf die Waddenzee.

Es ging eher gemächlich los: So gegen 11 Uhr war der Wind noch zurückhaltend. Auf unserem Kurs wehte er raum, also von schräg hinten auf die Backbordseite, denn er kam aus West. Zunächst ging es in nördliche Richtung, um dann auf der Höhe von Stavoren ein wenig östlicher gen Makkum zu drehen.

Was einem bei einem solchen Kurs kaum auffällt ist, wenn der Wind auffrischt. Man fährt ja quasi vor dem Wind weg, weil er von hinten kommt. Ok, wir wurden immer schneller und der Windmesser zeigte am Ende gelegentlich 25 Kts. Wind an, die Logge gelegentlich mehr als 7 Kts. Fahrt durchs Wasser.

Cool war’s, hat Spaß gemacht, auch wenn mir persönlich ein am Wind Kurs besser gefällt. Der Wind und vor allem die Welle von hinten sorgen leider immer dafür, dass das Schiff eine Welle hinabgleitet und dann gebremst wird, im Wellental torkelt und dann wieder Schwung holen muss. Dazu kommt, dass der fehlende Fahrtwind (der Wind kommt auf solchen Kursen ja von hinten) die Fahrt irgendwie langsam erscheinen lässt, obwohl das nicht stimmt.

Na schön, wir sind nun in Makkum und morgen soll es dann weiter in Richtung Vlieland gehen. Die Tide ist gnädig, wir müssen erst um halb elf los…

28.06.2025 – Nein, dann doch nicht…

Der Plan war, gegen halb elf am Start zu sein in Richtung Schleuse Kornwerderzand. Ok, alle beiden Schiffe waren pünktlich auf dem Weg. Bei der Ausfahrt aus dem Hafenkanal in Makkum bliesen uns aber trotz Landabdeckung schon die ersten Böen mit 25 Kts. um die Nase, was nichts Gutes für den Ritt auf der Waddenzee verhieß.

Also kurzes PowWow: Was tun? Die Entscheidung viel auf “wir bleiben im Hafen in Makkum und fahren morgen raus…”. Also ab in den schnuckeligen Vereinshafen der W.V.M. in Makkum und chillen. Tat auch mal ganz gut. Allein die vielen Fliegen und Mücken dort waren grenzwertig, gerade letztere hinterließen ein paar juckende Andenken. Na ja, “Bite Away” angesetzt, Zähne zusammengebissen und per Thermo-Schock den Juckreiz gelindert.

29.06.2025 – Das endgültige Nein für diesen Urlaub

Nach dem Pausentag sollte es nun doch noch raus auf die Insel gehen. Allerdings machte uns der Wind dann doch wieder den Strich durch die Rechnung: Diesmal blies er zwar ganz angenehm moderat, dafür aber sehr nördlich, was tendenziell bedeutet hätte, viel gegenan motoren zu müssen.

Angesichts der nur noch wenigen Rest-Urlaubstage, am kommenden Freitag müssen wir zuhause sein, und sehr mieser Wetteraussichten für die Wochenmitte – derber Regen und immer wieder auch mal Sturmböen sind gemeldet – wäre der Inselbesuch nur für eine Übernachtung gewesen. Das lohnt den Aufwand nicht.

Also abfallen in Richtung Medemblick. Dieser hübsche, nord-holländische Ort ist auf jeden Fall immer einen Besuch wert. Die Reise dorthin bei allmählich auffrischendem Nord-Wind war insgesamt sehr angenehm, der Autopilot hatte mehr zu tun. Allerdings blies der Wind am Nachmittag mit bis zu 20 Kts., so dass der elektrische Rudergänger mehr und mehr Probleme hatte, die Spur zu halten. Er neigt dann leider dazu im Zick-Zack-Kurs zu fahren, was nicht nur andere Schiffe sondern auch uns gelegentlich verwirrt und insgesamt nervend ist. Seine Zeit an Bord wird also in Kürze ablaufen…

Ein wenig spannend waren folgende beiden Punkte, die allerdings nichts miteinander zu tun haben:

Erstens war da die Begegnung mit einem Großsegler aus Koudum in der Bucht vor Medemblik. War ein imposantes Schiff, das da in 30 Metern Abstand an uns vorbeirauschte. Leider kommt die Größe des Schiffes auf den Bildern nicht so ganz zur Geltung.

Der zweite Punkt war ein Überlaufer auf der Fockrolle, was dafür sorgte, dass das Vorsegel nicht vollständig eingeholt werden konnte. Dazu muss man wissen, dass sich eine Rolle und ein Alu-Profil auf dem Vorstag drehen. Am Profil ist das Vorsegel angeschlagen, es dreht sich also mit dem Profil und wird dadurch aufgewickelt. Man kann es so kleiner machen, also reffen oder aber auch ganz einrollen. Das geschieht mit der entsprechenden Reffleine und diese hatte sich auf der Rolle in einer Schlaufe, “Überläufer” genannt, verfangen und so die Drehbewegung blockiert.

Daher haben wir das Segel nur provisorisch geborgen und das Problem anschließend im Hafen behoben. Kein großes DIng, nur der Krach, den ein flatterndes Segel macht, ist unfein.

30.06.2025 – Medemblik nach Workum

Heute ging es wieder zurück auf die Ostseite des Ijsselmeeres. Ein recht kräftiger Wind von 4 Bft. blies uns entgegen, erlaubte aber dennoch eine direkte Ansteuerung von Workum.

Also hart am Wind über das Ijsselmeer, der Autopilot hatte überwiegend Pause: So hart am Windrand übersteuert er gern mal, fährt also eine Wende (Bug durch den Wind) wenn man es gar nicht will. Und somit musste der Skipper ran.

Insgesamt ein hoch feiner Segeltag. Erst nachdem wir die Landabdeckung auf Höhe Stavoren erreichten, ließ der Wind nach und es wurde gelegentlich zäh, zumal wenig Wind die Insektenwelt des Ijsselmeeres dazu einlädt, doch auch mal eine Bootspartie zu machen. Dabei war die in der Galerie gezeigte Libelle der absolut angenehmste Gast, sie saß nur im Segel und schaute hübsch aus – was man von den zahlreichen Fliegen jetzt nicht so uneingeschränkt behaupten konnte.

01.07.2025 – Rückreise

So allmählich neigt sich der Urlaub dem Ende zu. Am kommenden Freitag geht es heim, da am Wochenende eine Veranstaltung ansteht.

Wir starteten bei bestem Wetter in Workum, nachdem einige Einkäufe erledigt waren. Ziel war diesmal eine kleine Insel namens “Nieuwe Kruispolle”, ein Marrekrite-Hafen im Heeger Meer (de Flüssen).

Die Marrekrite ist eine friesische Tourismusvereinigung, die sich um die Erstellung und Unterhaltung von Infrastrukturprojekten für den Tourismus kümmert. Dies können zum Beispiel Radwege sein, vor allem aber Anlegestellen für Wassersportler. Die allermeisten Anlegestellen befinden sich dabei in Gegenden, in die man ohne ein Boot niemals käme. Mitten in der schönsten Natur…

So auch die Nieuwe Kruispolle: Ein hufeisenförmiger Hafen mitten im Binnensee, außer per Boot nicht zu erreichen.

Während der Fahrtwind während der Anreise zu dieser Insel noch etwas Abkühlung brachte, war es nach dem Festmachen damit vorbei. Gnadenlose Hitze von über 30 Grad, in dieser Gegend ziemlich selten, war auch auf und im Wasser nur schwer zu ertragen.

Abends, nach dem Barbecue im Schatten, zeichnete sich am westlichen Horizont aber dann bereits der angekündigte Wetterwechsel ab: Hohe, dunkle Wolkentürme, die dann am frühen Morgen des 2. Juli in einem – zumindest hier – kurzen Gewitter mündeten. Gut so, Gewitter und Segelschiffe sind immer so eine Sache, besser sie gehen sich aus dem Weg. Aber es grummelt noch immer draußen…

02.07.2025 – Hafentag und Wetterkapriolen

Nachdem wir morgens zurück in unseren Heimathafen gefahren sind, völlig unspektakulär und ohne erwähnenswerte Aktionen, war im Hafen schwitzen angesagt. Es war stechend heiß, über 30° C und irre schwül.

Ich hatte mein Auto an die Stromtanke gehangen und hab es dann abgeholt. Die Klimaanlage verbreitete angenehme Kühle – perfekt um noch eine kleine Runde über Stavoren zurück zu drehen. Deshalb fiel mir der ruckartige Wetterwechsel gar nicht auf:

Als ich am Hafen aus dem Auto stieg, umwehte mich ein kalter, heftiger Wind von geschätzt Windstärke 6 bis 7. Andrea sagte, es sei gewesen, als wäre plötzlich ein Ventilator mit voller Kraft eingeschaltet worden.

Sie hatte mit dem Sonnensegel zu kämpfen, das bei solchem Wind für genügend Widerstand sorgt, um das Boot ordentlich zu krängen – und das am Steg im Hafen…

Bei meiner Auto-Extratour durch Stavoren waren mir mindesten zwei ankernde Schiffe direkt vor dem Strand von Stavoren aufgefallen. Die hatten sicher urplötzlich noch ganz andere Probleme…

03.07.2025 – Schafe können komisch sein

Heute morgen schnell mal zum Plus Discounter um ein paar Brötchen zu holen. Als ich so am Hafen “De Roggebroek” nach rechts in die Wiesen schaute, kriegte ich erstmal einen Lachflash: Da war sowas wie ein Misthaufen aufgeschichtet und dieser wurde von einer Schafherde besiedelt. Manche hatten sich sogar bis ganz oben auf den Haufen gewagt.

Die Bilder entstanden auf dem Rückweg, da hatten sich wohl schon einige der Schäfchen an den Abstieg gemacht…

05.07.2025 – Eine kleine Zugabe

Der Urlaub ist nun leider tatsächlich um. Die Heimreise war unspektakulär, schön war es aber, die Familie wiederzusehen.

Unsere Meta ging dann gleich mal in die Werft: Funk und AIS-Transponder funktionieren leider nicht wie sie sollen, der Mechaniker vermutet ein Problem mit dem Antennenkabel oder der Antenne. Beides wird nun ausgetauscht.


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6 Responses

    • Hallo Rainer,

      ja, ich finde, ein sehr schönes Hobby, so eine Website. Leider sind unsere Segelreisen bei Weitem nicht so interessant wie deine, aber im kommenden Jahr wird es besser – da haben wir auch drei Monate Zeit für das noch bessere Hobby “Segeln”.

      Danke für den Kommentar und weiterhin gute Reise!
      Jörg

  1. Hallo Jörg und Andrea, wir haben mit großem Interesse eure Reise verfolgt. Leider können wir mit allen seemännischen Begriffen nichts anfangen.
    Wir wünschen euch noch schöne Resttage und eine gute Heimfahrt.
    Liebe Grüße
    Bernd und Anette

    • Danke für die Nachricht: Ich versuche ganz oft, die Begriffe zu erläutern, um auch “Nicht-Seglern” den Zugang zu ermöglichen, aber wahrscheinlich gelingt mir das nicht immer. Ich werde mal verstärkt darauf achten. Bis bald!

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