⛵ Törn-Daten
Schiff SY Meta
Reise Auszeit: Die große Ostseereise 2026
Start Tjärö  ·  2026-06-16T07:59:46.387Z Uhr
Ziel Hasslö  ·  2026-06-16T13:34:13.053Z Uhr
Datum 06/16/2026
Strecke 17.21 sm
Crew Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew)

Kein guter Tag!

Es ging eigentlich sehr beschaulich los: Abfahrt bei tollem Sonnenschein von Tjärö, alles ganz easy. Dann durch herrliches Schärenfahrwasser, auch noch alles gut. Unser Ziel war die Insel Hasslö, der Name klingt schon nach Stress. Wir mussten über die offene Ostsee, bei zunächst 3-4 Bft. aus West. Wie so oft auf dieser Reise, frischte der Wind weiter auf. Bei der Ankunft im Garpahamn waren es dann schon 5 Bft. und in Boen 6. Aber der Wind war nur lästig, kein wirkliches Problem.

Problematisch wurde es, als wir den Hafen erreichten. Er ist recht klein und irgendwie nicht wirklich auf Gäste eingerichtet. Nebenan ist eine Werft, in der anscheinend Aufträge der schwedischen Marine abgearbeitet werden, man sieht mehrere Kriegsschiffe an der Kade liegen. Naja, keinem von uns gefiel der Hafen, weil kaum Platz zum anlegen da war. Thomas schlug vor, einmal um die Ecke zu fahren, weil dort ein anderer Hafen sein sollte, zumindest laut seiner Karte. Um dort hin zu gelangen mussten wir wieder raus aus der engen Kiste und dann durch ein wirklich ultra schmales Fahrwasser am Ende der Bucht.

Dieses enge Fahrwasser wurde der vorausfahrenden Compaan dann leider zum Verhängnis: Eine heftige Grundberührung stoppte ihre Fahrt jäh, Thomas brüllte Flüche und Warnungen, das Schiff drehte sich und zurück in den Hafen, aus dem wir gekommen waren. Dort legten wir die Meta an einen Steg, der noch genau unserer Schifflänge Platz bot und Thomas legte seine Compaan im Päckchen daneben.

Schadenkontrolle: Wasser in der Bilge, Mist! Erstmal trockenlegen, kann ja auch schon dort gewesen sein. Auch danach noch weiter Wasser in der Bilge, aber es war wohl nicht klar erkennbar, ob Süß- oder Salzwasser. Jedenfalls sagte Thomas, dass er in der Nacht kontrolliert habe und nicht pumpen musste, also ein gutes Zeichen.

Gestern hatte er bereits mit der benachbarten Werft gesprochen: Es kann sein, dass die Compaan dort heute zur Schadenbegutachtung aus dem Wasser gehoben wird. Das entscheidet sich im Laufe des Tages, wir bleiben also noch.

Andrea und ich sind sind gestern am Abend noch zum nächsten Coop-Supermarkt gewandert, knapp 1,5 km vom Hafen entfernt. Der Supermarkt war der eigentliche Grund, warum wir Hasslö als Ziel gewählt hatten – Thomas wollte ein paar Vorräte auffüllen, worauf ihm an diesem Abend dann aber doch die Lust vergangen war.

Der Ort selbst scheint Schlafstelle für das nahe Karlskrona zu sein: Schöne Häuschen, vorwiegend im typisch schwedischen Stil, gepflegte Gärten und kein Ortskern. Man muss hier nicht gewesen sein, zumal der Hafen echt richtig mies, dafür aber günstig ist. Strom gibt es nur an vier Steckdosen, von denen drei von Dauerliegern permanent belegt waren. Thomas bekam die verbliebene, damit notfalls sein Akku genügend Saft für die Bilgepumpe gehabt hätte.

Wir mussten ohne Landstrom auskommen, was aber kein Problem ist. Einzig die Therme kann nicht über das Bordnetz betrieben werden, aber zum Spülen sollte das warme Wasser noch reichen. Da schönes Wetter herrscht, scheint auch der Solarkollektor zum Laden zu genügen, jedenfalls sagt der Batteriemonitor – dem ich aber nicht wirklich traue – 99% geladen.

Mal sehen, wie es weitergeht.


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2 Responses

  1. Oh wie ärgerlich. Hoffentlich kein zu großer Schaden und dass dieser dann auch schnell repariert werden kann.
    Trotzdem weiterhin eine gute Fahrt

    • Au weia!! Ich hoffe, die Compaan bleibt trocken und dass Ihr Eure gemeinsame Auszeit weiter in vollen Zügen (oder unter vollen Segeln..) genießen könnt!!! Drücke die Daumen für Thomas und sein Boot!

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