⛵ Törn-Daten
SchiffSY Meta
ReiseAuszeit: Die große Ostseereise 2026
StartVejrö Resort (Vejrö, DK)  ·  2026-07-14T05:03:49.262Z Uhr
ZielSpodsbjerg Jachthafen (Spodsbjerg, DK)  ·  2026-07-14T12:48:20.197Z Uhr
Datum07/14/2026
Strecke29.3 sm
CrewJörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew)

Hitzewelle statt Ostseewelle

Hui, heute war’s warm. Wir sind schon echt früh gestartet auf unsere Etappe in Richtung Spodsbjerg auf Langeland. Es wehte kein Lüftchen oder genauer, es gab zwar eines – ungefähr 5-8 Knoten – aus Ost und damit von hinten. Zum Segeln reichte es nicht. Der Weg war recht weit und phasenweise hatten wir eine Strömung von bis zu 3,6 Knoten gegen uns. Hier machten wir nur 1,7 Knoten über Grund, das heißt in einer Stunde gerade mal ein wenig mehr als 3 km! Man sieht das Ziel, aber es kommt irgendwie nicht näher. Am Ende war es dann fast 14:00 Uhr, als wir im Hafen von Spodsbjerg fest gemacht hatten.

Die Ursache für diese starke Strömung, die man ansonsten auf der Ostsee eher nicht hat, dürfte in der Tiedenströmung der Nordsee und des Atlantiks liegen: Zoomt man aus der Karte hinaus sieht man, dass die Insel Langeland direkt in der Fluchtlinie zur Nordsee (Kattegat und Skagerrak) liegt. Hier merkt man also doch Ebbe und Flut.

Ach so, bevor jemand fragt: Die obige Animation unserer Route basiert auf den Eintragungen in unserem Logbuch. Die Logbuch-App “JAS MetaLogMate” habe ich mithilfe meines “Chef-Entwicklers” Claude Code, einer KI, selbst entwickelt. Die Autologging-Funktion setzt alle 30 Minuten einen automatischen Eintrag oder bei Kursänderungen > 40°. Zudem kann ich jederzeit manuell per Handy weitere Eintragungen setzen. Alle Eintragungen haben GPS-Positionsdaten, die dann für die Animation des Routenverlaufs genutzt werden.

Man sieht kurz vor dem Ziel einen 90°-Zickzack-Kurs, über den sich ein aufmerksamer Betrachter vielleicht wundern könnte. Nein, ich war weder betrunken, noch hatte der Autopilot gesponnen. An dieser Stelle verläuft ein markiertes Fahrwasser, auf dem echt viele Schiffe – unter anderem auch das Containerschiff aus dem Beitragsbild – unterwegs sind. Denen möchte man als langsames Freizeitschiff so gut es geht aus dem Weg gehen. Deswegen habe ich an einer sehr schmalen Stelle dieses Fahrwasser wie ein Verkehrstrennungsgebiet rechtwinkelig gekreuzt und anschließend auf die alte Richtung zurückgedreht. Daher der Winkel.

Der Hafen von Spodsbjerg ist sehr hübsch und gut in Schuss, recht groß und nicht weit von einem Einkaufsladen entfernt. Saubere Sanitäranlagen, sogar wie kleine Badezimmer ausgestaltet und ein im Vergleich zu Vejrö geradezu günstiger Preis (~ 30 EUR). Schön ist auch die Nähe zu einem kleinen Strand und die vielen Grillplätze. Ein feiner Standard in den skandinavischen Ländern, wie es scheint, denn sowas sieht man hier sehr oft – sowohl in Dänemark wie auch in Schweden.

Der Ort Spodsbjerg ist eher eine Ansammlung von Häusern an einer Hauptstraße zum Fährhafen. Nicht besonders schön oder spannend. Interessant ist eher die Seeseite: Dort fahren recht viele Seeschiffe unterschiedlichsten Kalibers entlang, sogar ein Containerschiff der 400 Meter-Klasse.

Ach ja, den Imbiss vor dem Hafen sollte man auch mal probieren. Eine sehr freundliche, deutsch sprechende Dame frittiert dort alles, was die Speisekarte vorsieht. Wir hatten Currywurst mit Fritten, 4000 Kalorien schmackhaft zubereitet. Allerdings ist die dortige Currywurst deutlich anders als die zuhause, was die freundliche Dame aber auch bereits zuvor erklärt hat. Dennoch lecker!

Morgen geht’s dann früh weiter nach Bagenkop, unsere vermutlich letzte Station in Dänemark.


Entdecke mehr von Meta Sailor

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Archiv

Blog per E-Mail folgen

Klicke den "Abonnieren"-Button und gebe im Folgedialog Deine E-Mail-Adresse ein. So verpasst Du keine Blog-Updates mehr!