⛵ Törn-Daten
Schiff SY Meta
Reise Auszeit: Die große Ostseereise 2026
Start Vordingborg  ·  2026-06-04T08:30:11.866Z Uhr
Ziel Vordingborg  ·  2026-06-04T08:30:15.920Z Uhr
Datum 06/04/2026
Strecke 0.00 sm
Crew Jörg Schubert (Skipper), Andrea Schubert (Crew)

Hafentag in Vordingborg

Als erstes morgens mal zwei Schiffe an verholt: Wir konnten heute zwei freie Boxen ergattern und die beiden Schiffe der Urlaubsflottille dorthin verlegen. Hier ist es deutlich ruhiger. Merkwürdig ist hier im Norden, dass die Boxen immer unfassbar lang sind, das heißt die Poller zum Festmachen des Hecks sind allesamt für größer 40 Fuss-Yachten ausgelegt. Da unsere nur 10 m lang ist, müssen wir unsere Festmacher regelmäßig ausreizen. Kennt man so aus den Niederlanden nicht, dort gibt es Boxen verschiedener Länge. Andere Länder, andere Sitten…

Das Wetter ist mal wieder ebenso rätselhaft wie die seltsame Boxenlänge. Eigentlich war für heute Dauerregen angesagt. War aber nicht. Gut so, es hat sogar bis 17:00 Uhr gar nicht geregnet.. Nun werden die Wolken aber dicker, mal sehen was da noch kommt und wie es morgen wird. Wir wollen weiterreisen, hin zur letzten Etappe in Dänemark. Roedvig soll es werden, bevor wir dann den Schlag nach Schweden machen.

Heute den Hafentag haben wir gut genutzt: Wäsche waschen war angesagt und Staubsaugen. Dazu dann einkaufen in einem echt interessanten Supermarkt. Leicht chaotisch, aber riesig und mit einer tollen Auswahl. Es gab einen Aktionstand für Steaks mit frisch zubereiteten Probierhäppchen, mitten in der Wäscheabteilung. Ein wenig seltsam, aber lecker!

Ebenfalls lecker war die Eis-Boutique am Hafen: Allein schon die optische Gestaltung der Eistheke war sehenswert und das Eis einfach himmlisch – allerdings irgendwie auch höllisch teuer. Aber einmal sündigen musste sein!

Ein Besuch der Burgruine Vordingborg musste natürlich auch sein. Es scheint zugleich der schönste Teil des Ortes zu sein, viel weiteres sehenswertes konnten wir nicht entdecken. Egal, war dennoch ein guter Zwischenstopp.

Zwischenfazit des ersten Viertels unserer Auszeit

Die ersten drei Wochen sind um. Wir liegen zwar im Zeitplan, aber wir merken auch, wie anstrengend es ist, jeden Tag Meilen “schrubben” zu müssen. Dabei kommen wir auf einen Schnitt von 21 sm je Tag, was nicht sehr viel ist. Aber echt gute Segeltage waren bisher sehr selten, ganz oft lief die Maschine zumindest mit, wenn sie nicht komplett die Etappe beherrschte (vor allem auf den Kanaletappen, aber auch zwischendurch). Ganz oft gab es neben positiven Erlebnissen auch nicht so tolle: Wind, wenn man ihn nicht brauchen konnte oder Regengüsse kurz vor dem Ziel oder Unklarheit von Fahrrinnen oder Begegnungen mit Seeschiffen.

Aber kein Grund zu verzagen: Feine Segel-Etappen auf Nord- und Ostsee waren auch dabei, schöne Orte und interessante Begegnungen. Wir freuen uns auf das was kommt!

Aktuell haben wir laut Logbuch gut 450 Sm im Kielwasser. Ungefähr der halbe Weg nach Stockholm, was unser äußerstes Ziel wäre. Da wir aber keine weiteren drei Wochen für den Hinweg nutzen können, weil der Rückweg tendenziell gegen die vorherrschende Windrichtung geht und damit länger dauert, kann es gut sein, dass wir schon vorher kehrt machen. Allerdings einen Schärengarten müssen wir bereisen, dort ein, zwei Wochen abhängen und dann langsam den Rückweg antreten. Mal sehen, wir diskutieren das noch.

Warns nach Vordingborg:

Oben mal ein Plot unserer bisher zurückgelegten Route von Warns in den Niederlanden bis Vordingborg in Dänemark. In der Galerie weitere Impressionen aus Vordingborg.


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One response

  1. Hallo ihr Schwedensegeler
    Nur für den Fall, dass ihr es nicht bis Stockholm schaffen könnt: die Hanö-Bucht, vor allem der Norden zwischen Karlshamn und Kralskrona, bietet einen ersten wunderbaren Eindruck der Schärenlandschaft. Aber richtig schön wird es ab Kalmar bzw. Öland. Dazu muss man nicht unbedingt bis nach Stockholm. Wobei nicht zu verschweigen ist, dass Stockholm als Stadt klasse ist.
    Handbreit und fair winds
    Und Grüße aus Freiburg (Elbe)
    Manfred

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